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GURTENFESTIVAL 2008



Ein Highlight nach dem anderen...
Das Gurtenfestival feierte dieses Jahr das 25. Jubiläum. Und was Feiern heisst, das scheinen die Organisatoren bestens zu wissen...


Am Donnerstag 17. Juli konnte ich es kaum abwarten, endlich die Arbeit niederzulegen, um ans Gurtenfestival nach Bern zu kommen. Für die kommenden vier Tage hiess es nämlich wieder ab zum beliebtesten Festival überhaupt und zu den genialen Bands. Und passend zum 25-jährigen Jubiläum, sorgten die Organisatoren für ein unvergessliches Festival mit genialer Stimmung. Am ersten Tag spielte zwar das Wetter nicht so mit, dafür spielten sich die Bands die Seele aus dem Leib. So standen Künstler wie beispielsweise "The (International) Noise Conspiracy", "Miss Plantum" oder "Kaiser Chiefs" auf den verschiedenen Gurtenbühnen. Grossen Spass machten vorallem "Schandmaul". Die sechs Musiker aus Deutschland trieben allerlei lustigen Unfug auf der Bühne, während die Fans zum speziellen Folk-Rock begeistert abtanzten. Besonders ein Hexen-Song sorgte für Begeisterung und für eher "gspässige" Tanzeinlagen der Zuhörer. Die Kaiser Chiefs, die um halb neun die Hauptbühne betraten, liessen die Stimmung leider wieder etwas sinken. Die Fans freuten sich zwar über den musikalisch tollen Auftritt, der Sänger schmiss allerdings die ganze Zeit seinen Mikrofonständer in der Gegend herum und wirkte dadurch etwas unsymphatisch. Die Musik brachte aber auch hier viele Leute zum tanzen. Besonders beim Kassenschlager "Ruby Ruby Ruby" erntete die Band grossen Beifall.

Das Beste schon am ersten Tag
Schliesslich folgte der Hauptact: Niemand Geringeres als die legendären Chemical Brothers standen um 23.15 Uhr auf der Hauptbühne. Schon mit dem ersten Song "Galvanize" sorgten sie für Riesenstimmung. Und das Beste: Die Lichtershow! Ob Roboter, böse Clowns, irre Polizisten oder Schmetterlinge: Die chemischen Brüder projezierten so ziemlich alles auf die riesige Leinwand, was ihnen in den Sinn kam. Eine Lasershow der Extraklasse für tausende Gurtenbesucher! Die zwei Musiker stellten sich überhaupt nicht in den Vordergrund - man sah sie kaum. Sie hielten sich im Dunkeln auf und richteten den Fokus ausnahmslos auf ihre Lichtershow. Auch sprachen sie kein Wort und spielten einfach 1.5 Stunden pausenlos durch! Wir, mittendrin, waren völlig aus der Puste, denn die Beats fesselten und kitzelten unser Tanzbein, es war eine wahre Freude. Kein Wunder waren wir danach dermassen erschöpft, dass wir müde in unsere Bettchen fielen.

Endlich Sonne!
Am Freitag freuten wir uns fast noch mehr auf den Tag auf dem Gurten, denn die Sonne brannte fröhlich vom Himmel. Als wir nach langem Anstehen endlich das Festivalgelände erreichten, begaben wir uns zur Zeltbühne, wo gerade der Schweizer Rapper Greis seine Show abzog. Die Stimmung war gut, und obwohl es erst 14.00 Uhr war, war die Zeltbühne schon beachtlich voll. Viele Hip Hop Fans waren begeistert von Greis, der auch ab und zu Spässchen mit seinen Fans machte. Natürlich war es danach Zeit für die Fressmeile. Unzählige Essensstände lockten aus verschiedenen Ecken, man konnte sich kaum entscheiden. Mich trieb es nach langem Überlegen schliesslich zum Swiss-Food-Stand, wo ich eine Rösti mit Käse und Spiegelei bestellte. Es schmeckte herrlich, und so war ich gerüstet, als um 17.15 Uhr Redwood auf dem Programm stand. Die Band um die symphatische Züricherin Lesley Meguid legte vom ersten Gitarrenzupfer voll los und begeisterte die vielen Zuhörer und Fans. Lesley sah, wie immer, einfach umwerfend aus und bezauberte alle mit ihrem Charme. Sie spielten praktisch alles vom neuen Album "We're All Gonna Die" und ernteten immer wieder tosenden Applaus. Auch spielten sie "Keep On Rockin' In A Free World" von Neil Young, was natürlich für viel Begeisterung sorgte. Als sie eine halbe Stunde nach ihrem Konzert eine Autorammstunde beim Merchandising-Stand gaben, waren wir natürlich dabei, denn wir wollten doch persönlich zum überaus gelungenen Auftritt gratulieren. Um 19.00 Uhr ging es mit Paolo Nutini auf der Hauptbühne weiter. Der Musiker und seine Band überzeugten vom ersten Ton an. Chillige, leicht countryartige Musik mit vielen verschiedenen Stilrichtungen kombiniert - damit hatte er uns in der Tasche. Wir tanzten den Countrytanz was das Zeug hielt. Die Stimmung der Festivalbesucher war zu diesem Zeitpunkt jedenfalls ganz oben. Man spürte in diesem Moment so richtig die Gurtenstimmung. Die Musik passte, die Menschen passten, das Wetter passte... alles war perfekt - und blieb tatsächlich auch noch bis am Sonntag so!

Jack Sparrow live!
Um 21.45 Uhr war es dann Zeit für etwas Metal auf dem Berner Hausberg. HIM spielte auf der Hauptbühne. Als Ville Valo, der Frontmann, auf die Bühne trat, war jede Selbstbeherrschung bei mir dahin. Ich bin sicherlich nicht der grösste HIM-Fan, aber der Anblick der heissesten Mannes auf dem Erdball wurde mir doch ganz schön mulmig. Ville Valo glich auch dem allseits beliebten Jack Sparrow auf's Haar. Wenn das kein schöner Anblick ist! Viele Songs vom HIM kannte ich vom Radio. Auch "Join Me" wurde gespielt. Und als der tiefstimmige Ville Valo auch noch meinen Lieblingssong ever, nämlich "Wicked Game" von Chris Isaak spielte, war es endgültig um mich geschehen. :) Um 2.00 Uhr machten wir uns, trotz zunehmener Müdigkeit, noch auf zu "Ich + Ich". Annette Humpe trat wegen Lampenfiebers nicht auf, doch Adel Tawil konnte das Konzert auch ganz gut alleine bewältigen. Die Müdigkeit der Zuhörer war zwar langsam zu spüren, aber der schöne deutsche Pop war tatsächlich genau das Richtige, um runterzukommen. Es wurde viel vom aktuellen Album "Vom selben Stern" gespielt. Adel ernete jedenfalls sehr viel Applaus von den freudigen Zuhörern. Danach war es aber definitiv Zeit um zu schlafen...

Begeisterte Amy!
Auch am Samstag schien Petrus bester Laune zu sein. Die Sonne war noch immer im Einsatz und es sah auch nicht nach Gewitter aus. Ein gutes Omen für die Luzerner Band Dada Ante Portas, die um 12.15 Uhr auf der Hauptbühne einfach alles gaben. Songs wie "Hazy Paint" und "She Cries For Someone Else" schlugen bei den überraschen vielen und wachen Gurtenfans total ein. Dass sie live überzeugen, bewiesen Dada Ante Portas also wieder einmal mehr. Auch die Fressmeile lockte schliesslich wieder, denn wir wollten schliesslich bis zum Auftritt von Züri West um 21.45 Uhr fit sein. Und dies war auch nötig, denn trotz vieler ruhiger Nummern wurde viel getanzt. Kuno Lauener war bester Laune und freute sich offenbar, dass so viele Fans bereits sämtliche Texte seiner aktuellen Scheibe "Haubi Songs" auswendig begleiten konnten. Um 23.15 Uhr folgte schliesslich Amy MacDonald. Die umwerfende Schottin verzauberte so viele Fans auf der Zeltbühne, dass viele Besucher keine Chance hatten, einen Blick auf die Sängerin zu werfen. So viele Fans drückten sich unter das Zelt!! Dass das Konzert und auch ihre Stimme aber erste Sahne waren, konnte man auch feststellen, ohne sie zu sehen. Amy war offenbar total begeistert. "... es war das beste und schönste Konzert, dass ich je in meinem Leben spielen durfte!" meinte Amy MacDonald mit leuchtenden Augen nach ihrem Auftritt. "...das Gurtenfestival sei zudem das schönste Festival und Bern die schönste Stadt der Welt" fügte sie emotional begeistert hinzu. Dies ein Statement, das sie den Veranstaltern gegeben hatte. Dies spricht nicht nur für Amy, sondern auch für das Gurtenfestival! :)

Herrlicher Ausklang
Kaum zu glauben, dass es bereits wieder Sonntag war. Bagatello sorgten um 11.15 Uhr auf der Hauptbühne dafür, dass die ersten müden Festivalbesucher ihre Äuglein wieder aufsperren konnten. Was erst als schwierig galt, erwies sich schliesslich als Bagatelle (tolles Wortspiel). Denn die Jungs schafften es mit ihrem tollen Programm "Jukebox", dass die Zuschauer sofort mitmachten und schnell Begeisterung aufkommen konnte. Schön wach und mit einem feinen Frühstück vom Milchstand im Bauch konnte man sich nun über William White freuen, der um 14.00 Uhr die Hauptbühne beehrte. Chillig, ruhig aber auch aufstellend erfüllte sein Sound das Herz der Gurtenbesucher. Sein Surf-Pop mit Funk- und Jazzeinflüssen sorgte wieder für ähnliche Stimmung wie bei Paolo Nutini: Friedlich, fröhlich und unbeschwert. Um 16.30 Uhr hiess es dann bereits: KT Tunstall auf der Hauptbühne. Die irisch-chinesische Songwriterin, die mit ihrem Hit "Black Horse And A Cherry Tree" berühmt geworden ist, konnte sofort sämtliche Herzen für sich gewinnen. Ihre Songs brachte sie authentisch rüber, ihre Stimme sorgte des Öfteren für Gänsehaut und durch ihre symphatische, natürliche und witzige Art gewann sie an diesem Abend viele viele Fans dazu. Ihr Album "Drastic Fantastic" wurde am Gurtenfestival sicherlich mehrfach verkauft :) Um 19.30 folgte dann wieder ein Highlight: Herbert Grönemeyer. Wer dort bereits nach Hause ging und ihn verpasste, der ist wirklich selber schuld. Denn dass er live eine echte Granate ist, ist absolut kein Geheimnis. Und dies bewies er am Sonntag Abend einmal mehr. Egal was er sang, es "fuhr ein". Alleine durch seine Texte und die schönen Melodien, aber auch durch seine einnehmende und gewinnende Art, konnte er die vielen Besucher sehr stark berühren. Ein besseres Ende hätte man sich für das 25. Gurtenfestival wirklich nicht wünschen können! Schon jetzt zählen wir die Tage, bis es im Sommer 2009 wieder heisst: Ab auf den Gurten...
Stella Nera

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