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BERGSPITZENSTIMMUNG AUF DEM PILATUS - PILATUS OPEN AIR AM 08.07.2006


Die Bergdolen sicherten sich die besten Plätze


Die Jungs von Tomazobi gaben alles


Christian Brantschen bei seinem Solo auf der Hammond-Orgel


Disu Gmünder rockte was das Zeug hielt


Büne Huber wie immer mit viel Charme


Huber bei seiner Moralpredigt über den Appenzeller Schnaps


Unvergessliches Saxophonsolo von Menk Grossniklaus

Am 8. Juli war es endlich soweit: Tomazobi und Patent Ochsner rockten den Pilatus. Ein unvergessliches Event auf dem Luzener Hausberg, voller Nebel aber auch voll guter Stimmung!

Gondelbahnfahren war noch nie meine Lieblingsbeschäftigung. Wenn ich aber weiss, dass mich auf der Spitze des Pilatus Patent Ochsner erwarten, muss ich mir nicht lange überlegen, ob ich mir diese Fahrt antun will. Also stiegen mein Bruder und ich am Samstag voller Vorfreude in die kleine enge Gondel und schwebten vierzig Minuten lang den Berg hinauf. Auf nebligen 2132 m.ü.M. angekommen, bewunderte ich zuerst die einmalige Aussicht. Rabenschwarze Bergdolen hatten sich auf dem Zaun versammelt und liessen sich von den 1200 Besuchern keineswegs vertreiben. Vielleicht gibt es sogar im Tierreich einige heimliche Büne-Fans?
Wir gesellten uns jedenfalls nach einem erfrischenden Apéro zu den vielen Zuschauern, die sich bereits leicht frierend aber fröhlich vor der Bühne versammelt hatten. Nach nur kurzer Wartezeit wurden die drei Berner Gielen Tomazobi angekündigt. Wie erwartet setzte bereits beim ersten Song die gute Stimmung im Zuschauerbereich ein. Die drei Jungs waren sehr gut drauf und brachten die Menge mit ihren frechen Liedtexten sowie lustigen Sprüchen regelmässig zum Lachen. Mit nur einer Gitarre bewaffnet sangen sie Songs von Jazz bis Hip Hop. Bekannte Lieder wie „Chan Chan“ vom Buena Vista Social Club oder „S'Lotti schielet“ und „Hemmige“ von Mani Matter wurden von den drei Musikern mit völlig neuen Texten versehen, was das Publikum dementsprechend amüsierte. Die Drei beeindruckten aber nicht nur mit Witz und Charme, sondern auch mit ihrem musikalischen Können. Besonders Gitarrist Obi stellte sich mit seinen Künsten als wahres Genie heraus. Fast nach jedem Song warben Maze, Obi und Tobi für ihre CD „Chue“, die für alle Fans von Tomazobi ein Muss ist. Nach ihrem glanzvollen und unterhaltsamen Auftitt verkauften sie also jede Menge CDs, Shirts und Slips an die neugewonnenen Fans. Ich sage nur, ein gelungener Einstieg für das Pilatus Open Air!
Mein Bruder und ich stellten uns sogleich in die erste Reihe, um beim anschliessenden Patent Ochsner Konzert eine gute Sicht zu haben. Eine Stunde mussten wir warten, bis die Berner schliesslich auf die Bühne stürmten. Als Büne mit gewohnt lässigem Schritt auf sein Mikrofon zuschlenderte, wurde gejubelt was das Zeug hielt. Das Konzert wurde mit dem bekannten Stück „Grüens Liecht“ eröffnet und die Stimmung war nach kürzester Zeit ganz oben. Es wurde mitgesungen, gehüpft, getanzt und gefeiert. Sogleich ging es mit „Früecher“ weiter, ein stimmungsvoller Song bei dem Huber gerne seinen Charme spielen lässt. Büne erklärte schliesslich der Menge, dass er sich ursprünglich vorgenommen habe, den Berg zu Fuss zu erklimmen und sich dann doch dagegen entschieden habe. Perfekter Einstieg für den Ohrwurm „Villechlanisolasy“! Bei Bälpmoos und Fischer war die Stimmung eindeutig auf dem Höhepunkt, auch Dank Gitarrist Disu Gmünder, der seinem Instrument, wie immer mit trockenem Gesichtsausdruck, die gewaltigsten Riffs entlockte. Auch Gastmusikerin Kathrin Bögli wurde bei ihrem Cellosolo bei Ludmilla mit begeisterten Pfiffen unterstützt. Menk Grossniklaus, der "Gott am Saxophon" lieferte mal wieder ein Solo, bei dem allen die Münder offenstanden. Am meisten fiel allerdings Pianist Christian Brantschen auf: Sein Solo bei „Brandstifter“ war nämlich nicht nur akustisch genial – nein – Christian rastete vollkommen aus und stieg zuletzt sogar auf seine alte Hammond-Orgel, die bedrohlich wackelte. Ein Zuschauer streckte Büne gegen Ende der Show einen Appenzeller-Schnaps hin. Büne erklärte dem Publikum amüsiert, dass Alkohol in unserem Alter nicht gesund sei. In seinem wahrscheinlich schon. Nach dem letzten Song „w.nuss vo Bümpliz“, der wie erwartet von der begeisterten Menge lauthals mitgejohlt wurde, verabschiedete sich Büne von seinen Fans wie gewohnt mit „Löht euch nüd la gfaue!“ und hüpfte leichten Fusses zurück hinter die Bühne. Wir klatschten und pfiffen natürlich mehrere Minuten weiter, machten Laola-Wellen und riefen „Zugabe“. Huber und seiner Band blieb also nichts anderes übrig als uns mit zwei Zugaben zu beglücken. Wir durften also „Diener + Chnächt“ sowie den Pflichtsong „Scharlachrot“ geniessen, ehe sich Büne Huber endgültig von uns verabschiedete.
Nach einer feinen Bratwurst und einem letzten Blick vom Hotel Pilatus Kulm auf das beleuchtete Luzern stiegen wir in die steilste Zahnradbahn der Welt, mit der die nächtliche Abfahrt zu einem beeindruckenden Erlebnis wurde. Immer noch „w.nuss vo Bümplitz“ summend, stiegen wir in den Car, der uns nach Hause führte…
Stella Nera

Linktipps:
Pilatus Bahnen - Offizielle Website
Höre ins aktuelle Album von Patent Ochnser rein

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