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LORDI, AM 04.10.05 IM X-TRA, ZÜRICH

Spätestens nach dem Sieg des Concour d’Eurovision dürften Lordi den meisten ein Begriff sein. Das, was niemand dachte, ist nun passiert. Für manche wohl die schlimmste Befürchtung, für andere die hellste Freude. Wie auch immer. Entgegen vielen Meinungen sind Lordi keine gecastete Band, welche jemals die Absicht hatte, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Vielmehr ergab sich dies durch eine Reihe von Zufällen. So kennt der Metal-Jünger diese Band wohl schon etwas länger. Nichtsdestotrotz wollten wir natürlich wissen, wie denn ihr erster Auftritt in der Schweiz nach dem Sieg sein würde. So eilten manche vergangenen Mittwoch ins X-tra.

Es ist ganz einfach: abgesehen von ihrer – sagen wir mal – aussergewöhnlichen Bekleidung, spielen Lordi grundsoliden Hard Rock wie man ihn von Bands wie Alice Cooper, Rob Zombie etc kennt. Dass in diesem Bereich das Thema „Amüsanter (amerikanischer) Horror“ beliebt ist, muss nicht erwähnt werden. Die Halle war voll und alle warteten nur noch auf den Auftritt von Lordi, relativ früh kamen sie auf die Bühne und spielten ihren gewohnten Hard Rock mit viel Pyrotechnik und amüsanten Effekten, eben passend zum Horror-Thema. Alles kam sehr professionell rüber und es gab keine Pannen, der Sound war (bis auf den Anfang) perfekt, und ohnehin waren alle angetan. Eigentlich blieben keine Wünsche offen. Langweilige Songs blieben aus, praktisch nur die Ohrwürmer wurden gespielt. Anstatt gross zu reden, spielte Herr Lordi dann lieber mit einer (natürlich nicht echten) Motorsäge rum, welche Glam-artige Feuerwerksfunken rauspreschte – echt cool, da hatte das Publikum natürlich Freude. Neben der Show ist natürlich auch noch das Bühnenbild zu erwähnen, welche in einer gekonnt stimmigen 80er Horror-Trash-Kunst gekleidet war. Möglicherweise kennen noch einige die Band GWAR, welche in den 80ern und 90ern mit ähnlichen Outfits für Furore sorgten.

Obowhl sie nun ganze 17 Lieder spielten, war schon nach knapp 90 Minuten Schluss. Das liegt wohl ganz einfach daran, dass Lordi-Songs recht kurz sind. Mir persönlich hätte es besser gepasst, wenn sie noch zwei, drei zusätzliche Songs gespielt hätten – nur wegen der Länge. Mir war etwas mulmig, schon um 22 Uhr die Halle zu verlassen. Aber stützen wir uns lieber auf die Tatsache, dass Qualität vor Quantität geht, und wie ich oben bereits erwähnte, waren kaum langweilige Songs vertreten (ja die gibt es auch!). Und wer hält es schon länger als 85 Minuten in einem Latexkostüm aus? Nun, was bleibt? Ein recht frisches, cooles Erlebnis der etwas anderen Art. Ahja und wer dachte, dass hier nur langhaarige 80er Rocker erscheinen würden, der täuschte sich: die Menge war bunt durchmischt.

Die Setlist wie sie geplant, gespielt und gerockt wurde:

1. INTRO
2. BRINGING BACK THE BALLS TO ROCK
3. GET HEAVY
4. WHO'S YOUR DADDY?
5. NOT THE NICEST GUY
6. PET THE DESTROYER
7. ROCK THE HELL OUTTA YOU
8. BLOOD RED SANDMAN
9. BIOMECHANIC MAN
10. THE KIDS WHO WANNA PLAY WITH THE DEAD
11. IT SNOWS IN HELL
12. DRUM PIECE
13. DEADITE GIRLS GONE WILD
14. DYNAMITE TONITE
15. DEVIL IS A LOSER
16. THEY ONLY COME OUT AT NIGHT
17. WOULD YOU LOVE A MONSTERMAN?
18. HARD ROCK HALLELUJAH
19. OUTRO

Nummer 16-19 waren Zugaben.
Ragnar


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