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WILLIAM WHITE IM BIERHÜBELI (15.02.2008)

William White startet direkt zum Album-Release von „Evolution“ seine neueste Tour, und dies im sehr gut gefüllten Bierhübeli, wo er frenetisch empfangen und bejubelt wurde. Nicht ganz zwei Stunden lang zeigte er mit seinen „The Emergency“ dem unwissenden Zuschauer, warum es fast ausverkauft war und seinen Fans, warum sie ihn lieben.

Es erstaunt schon etwas, so manche Band die hierzulande oft und weit vorne in den Charts vertreten ist, vermag das Berner Bierhübeli kaum halb zu füllen, jedoch der Winterthurer William White, der noch nie in irgendwelchen Charts zu finden war, der füllt es fast ganz. William White and the Emergency geben seit rund drei Jahren unermüdlich Konzerte und haben sich in dieser Zeit mit viel Schweiss viele Fans erspielt. Sei es in kleinen Clubs wie an grossen Open Airs. Der Winterthurer begeistert. Und so mancher, der seine erste CD „Undone“ mal durchgehört und gar nicht so erfreut war, sich jedoch trotzdem plötzlich an einem seiner Konzerte wieder fand, der staunte nicht schlecht: Das Eine hat mit dem Anderen eigentlich nicht mehr soviel zu tun, und trotzdem, es bleibt das Selbe…

So auch gestern. Ich höre seit Wochen „Evolution“ und erfreue mich an diesem sanften Soul, feinen R’n’B und gemütliche Reggae. Schönes Entspannen ist angesagt, mit dem Wissen, dass alles anders wird an diesem Freitagabend. Und so kam es auch. Bereits „Take it or leave it“ hat schon einiges mehr an Kraft als auf „Evolution“, hat aber nichts an seiner Schönheit eingebüsst. Auch „Sweet Love“ drückt auf die Masse im Saal, welche sich bis zuhinterst zu den Reggaerhythmen zu bewegen beginn. Dies wird sich nicht mehr ändern. Es folgt ein guter Mix zwischen alten Songs, welches das Publikum bei den ersten Tönen mit viel Applaus wie begrüsst, und den Neuen, welche mit viel Aufmerksamkeit verfolgt werden.

Die acht Musiker haben es einmal mehr verstanden, die Songs nicht so zu belassen, wie man sie ab Konserve kennt, sondern verleihen ihnen viel mehr Platz und Volumen, geben den Songs die nötige Zeit, den nötigen Raum, die Songs manchmal brauchen. Und es ist wahrlich eine Freude, und nicht nur das Zuhören. Nein, auch das Zusehen. Wenn man auf die Bühne schaut, sieht man acht Musiker, die strahlen, lachen, und auch wenn sie meistens sitzen, sich immer zur Musik bewegen. Man sieht es diesem Kollektiv an, wie sehr selten einer anderen Schweizer Band, sie haben ausgesprochen Freude an dem, was sie gerade tun, und es gibt nichts schönere in diesem Augenblick, als dort oben zu stehen und den Menschen eine Freude machen.

Und die machen sie. Begeistert wird neues beklatscht und bei altem mitgesungen. „Rain“ erfüllt mittlerweile den Raum, in einer langen abwechslungsreichen Version, gefolgt von „Sweet Soul Loving“, einer guten Funk-Nummer die sich hinter keinem Klassiker dieses Genres zu verstecken braucht. Danach kracht „The Rock“ aus den Boxen, ein Song mit einer unglaublichen Entwicklung, von einem Track, ein Kieselsteinchen, welcher keine drei Minuten geht auf „Undone“ und bei mir seit je her nur kopfschütteln ausgelöst hat, bis hin zu einem Sieben-Minuten-Bergmassiv von einem Song, welcher als letzter Song des Sets seinen besten Platz hat, wo es noch einmal richtig abgeht und die vordersten Reihen fast toben.

Als Zugaben werden nochmals alle Nuancen des gesamten Musikspektrums gezogen, Songs wie „Peace“, das Titelstück „Evolution“ oder als Abschluss „All in All“. Für William White and the Emergency gibt es keine musikalischen Grenzen, sei es Rock, Funk, Country, Soul oder Reggae und sie verstehen es, diese Sounds perfekt einzusetzen, die Songs gekonnt zu verfeinern, und genau das macht es aus, dass Konzerte von William White nicht einfach Events, sondern Erlebnisse sind.
Fuedlibuerger

Linktipps:
Aktuelles Album "Evolution" mit Hörproben
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