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The Prodigy in der Maag Event Hall - 12. November 2004
Sieben lange Jahre liessen The Prodigy warten, bis sie ihr viertes
Album "Always Outnumbered, Never Outgunned" präsentierten. Die
Erwartungen waren entsprechend gross - über das Resultat urteilen die
Fans allerdings unterschiedlich. Erst recht ein Grund, den einzigen
CH-Auftritt nicht entgehen zu lassen und „das Wunder“ live in Zürich
mitzuerleben..
Die berner Hip Hopper PVP und der DJ René S. bemühten sich die Menge
anzuheizen, während sich draussen immer noch Massen aus allen
Landesteilen vor der rammelvollen Maag Event Hall sammelten. Gegen halb
elf dann das Ende des langen Wartens, The Prodigy traten auf die Bühne
und legten hammerhart los. Die Menge flippte schier aus, es blieb die
Wahl mitzutoben und pogen oder den Ball im Flipperkasten zu spielen.
Neunzig Minuten dauerte die Show, in der bis auf Out Of Space ziemlich
alle Hits wie Firestarter, Breathe und co. gespielt wurden. Die Briten
zeigten jedoch bis auf die Besetzung keine besonderen Überraschungen.
Liam Howlett, Maxim Reality und Keith Flint boten in neuer "alter"
Formation denselben Sound wie vor 10 Jahren. Mit dem Unterschied, dass
ihr Elektro-Punk damals als laut, schräg, experimentell, gar einzigartig
galt. Was heute nur noch laut und vor allem eintönig rüberkommt. Trotz
langer künstlerischer Pause zeigte sich The Prodigy weder innovativ noch
experimentell. Die Entwicklung, welche die drei Jungs in ihren genialen
Soloprojekten zeigen, fehlt hier leider vollends. Die Folge: selbst der
stolze Ticketpreis von 73.50 hinderte viele Besucher nicht daran, die
zweite Konzerthälfte im Foyer zu verbringen oder das Konzert zu verlassen.
Mein Fazit: fette Bässe und harte Beats zum Abgehen – für eine
gestandene Band wie The Prodigy aber einfach zu wenig.
Sepp Trütsch
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