Durchschnittliche
Bewertung
WOW. ein echt Cooler Song.
Rockt zu Wenig aber Phil ist der beste!
Entgegen aller Kritikerschelte setzten Genesis ihren Weg konsequent fort. Ihr Anfang 1977 erschienenes neuntes Werk Wind And Wuthering knüpft musikalisch wie qualitativ an ihre vergangenen Werk der Jahre 1968-1976 an. Allerdings interessierte sich 1977 kaum ein Musikjournalist für den neuen Longplayer von Genesis und wenn einer der schreibenden Zunft Notiz von Wind And Wuthering nahm, dann zerriß er es in der Luft. 1977 war Punkrock angesagt und da war es für Musikkritker wie selbstverständlich, Genesis als langweilige alte Fürze abzutun und an der ihrer Meinung nach antiquiert anmutenden Musik kein gutes Haar zu lassen. Wer aber vorurteilslos und objektiv an Wind And Wuthering herangeht, der bekommt streckenweise grandiose Musik geboten. Besondere Momente bietet das Album in seinen ruhigen, fast verträumten Stücken wie One For The Vino, Your Own Special Way (als Singleauskopplung war das Stück im Frühjahr 1977 in den USA Genesis erster, wenn auch bescheidener Hit), Blood On The Rooftops, Unquiet Slumbers For The Sleepers und Afterglow. Der Rest Eleventh Earl Of Mar, Wot Gorilla?, All In A Mouses Night und ...In The Quiet Earth streckenweise bombastischen Art-Rock in allerbester Genesis Qualität. Und wenn man sich einmal die Texte der einzelnen Stücke näher betrachtet, so brauchen sich diese nicht hinter denen von Peter Gabriel verstecken. Kurzum, Wind And Wuthering ist meines Erachtens einer der besten Longplayer des Jahre 1977. Apropos 1977, denn in diesem Jahr quittierte Gitarrist Steve Hackett seinen Dienst bei Genesis. Diese Meldung sorgte in der internationalen Musikpresse für mehr Aufsehen als das grandiose Wind And Wuthering. Wie schon zwei Jahre zuvor beim Ausstieg Peter Gabriels war es für die internationale Musikpresse klar, daß die Gruppe nun endgültig am Ende wäre und das es nur eine Frage der Zeit ist, wann sich Genesis auflösen würde. Michael Rutherford, Anthony Banks verzichteten auf die Rekrutierung eines neuen Gitarristen und machten als Trio weiter. Und zum Entsetzen ihrer Kritiker setzten sie zu dritt zu einem echten Höhenflug an.
das romantischste album von genesis
Das letzte Album, das ich mir von Genesis gekauft habe. Es ist nach meinem Geschmack auch das letzte wirklich gute. Denn ich gehöre zu denen, die das Ende von Genesis gesehen haben. Zumindest was die besondere Qualität von Genesis ausmacht, sehe ich das auch immer noch so.
Da wird der "ehrenhafte" Reviewer Voyager immer für seine ausführlichen und genauen Reviews gelobt, aber dass die LP sowohl in Musik wie auch Covergestaltung des Roman "Wuthering Heights" von Emily Brontè inspiriert ist, hat er nicht erwähnt.
Genesis, damals noch dem Progressive Rock verschrieben, spielten für mich denoch nur eine sehr solide Platte ein, da nützt auch ihr erster US-Hit (Your own special Way) wenig.
bis auf die beiden Instrumentals (die wiederum nach den letzten Worten des englischen Originaltext von genannten Roman benannt wurden) ist einzig noch der Abschluß Afterglow erwähnenswert.
danach kriselte es munter weiter, und auch Steve Hackett warf das Handtuch..
4.33 von mir
Das war für mich ihr letztes ganz großes Studioalbum und auch das letzte mit Steve Hackett.
Die Platte ist wie alle anderen Studioalben seit 'Trespass' und vor 'Wind And Wuthering' ein Muss für Liebhaber progressiver 70er-Jahre-Rockmusik.
Highlights alles und insbesondere 'One For The Wine', 'Eleventh Earl Of Mar' sowie das romantische 'Afterglow'.
bekommt eine klare 3,5 - das Album hat sich mir noch nie richtig erschlossen, ertrage es nur schwer mir es Anzuhören.
Sorry...
Ein wundervolles Album, das dem Vorgänger in nichts nachsteht. Klingt zudem für 1977 soundtechnisch sehr modern. "Eleventh Earl Of Mar" und "One For The Vine" ragen heraus, aber auch der Rest ist mehr als hörenswert. Mit gutem Gewissen 6*.
Ein wunderbar herbstliches Album das ihnen da gelungen ist.
Sehr schön.
CDN: #31, 1977
USA: #26, 1977; #201, 1980
letztes "richtiges" Genesis Album dank Steve Hackett
Für mein kommerziell ausgerichtetes Ohr ist das nicht genug. Außer "Your own special way" finde ich da nichts für mich, zudem gibt's ein paar (instrumentale) Ausfälle.
Knapp keine 4.
Finde ich ein starkes Genesis-Album. Gerade die von meinem Vorredner als Ausfälle erwähnten Instrumentalstücke gehören für mich zu den Glanzpunkten.
Die Durchschnittsbewertung ist für mich schon ein harter Schlag, denn ich zähle es zu der Spitzenkategorie an Prog-Rock-Alben. Themenwechsel, besondere Melodien und kreative Passagen bis zum geht nicht mehr. Allein die ersten zwei Songs bieten dem Progressive-Liebhaber so viel von dem, was er liebt. Dieser Wechsel zwischen ruhigen Passagen, in denen häufig Steve Hackett mit seiner wunderbaren Akustikgitarre ran darf und den treibenden explosiven schnellen Parts, in denen die Drums und Tony Banks komplett reinhauen - exzellent gestaltet. Auch Phil Collins liefert hier mMn eine stärkere Leistung ab als auf dem Vorgänger, er ist hier flexibler mit seiner Stimme unterwegs und trägt einen großen Teil zu dem gelungenen oben beschriebenem Wechsel bei. Er hat zwar nicht diese Bandbreite drauf wie Peter Gabriel, aber auch er kann sich mit seiner Stimme an den dramatischen Stil anpassen. Die Instrumentals habe ich immer als Schwachstelle gesehen und auch nach wie vor bin ich der Meinung, dass sie nicht mit den anderen Brocken wie "One for the Wine" oder "All in a Mouse's Night" mithalten können. Aber insbesondere "...In That Quiet Earth" ist doch für die kurze Spielzeit recht vielseitig und hat tolle Steigerungen parat. Die Ballade "Your Own Special Way" ist natürlich auch ganz fein... 🖤
Ich denke dieses Album wird für immer einen Platz in den Top 20 meiner Albenliste, eher sogar Top 15. Nachdem ich es zuletzt geschont habe, musste ich es mir heute nach nur 4 Tagen schon wieder anhören.
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Ich gerate immer ins schwärmen, wenn ich über dieses Album rede. Kein Titel ragt hier besonders heraus, wie bei den Vorgängeralben oft der Fall, dafür ist es vom ersten bis zum letzten Ton ein in sich geschlossener Ohrenschmaus, harmonisch, fantasievoll. Es ist das romantischste Album welches ich kenne. Ich als DDR-Bürger hatte das Glück, dieses gleich nach der Veröffentlichung besitzen zu dürfen und es war immer erste Wahl bei Damenbesuch. Also mein Tip: Zu zweit hören !
Das Album folgte relativ zügig auf seinen Vorgänger "A Trick Of The Tail", und beide Alben zeichnen sich durch eine Suche nach einem Weg ohne Peter Gabriel aus. So wundert es nicht, dass viele Elemente von früheren Genesis-Songs hier wieder auftauchen, so enthält "All In A Mouses's Night" viele Elemente, die mir vom Album "Selling England By The Pound" bekannt vorkamen. Neue Wege gehen Genesis mit Rutherfords "Your Own Special Way", der an die Genesis der frühen 80er Jahre erinnert, ein Song der weichgewaschenen Romantik-Pop liefert, überharmonisch und schon kräftig ins Kitschige hinüberschielend. "Afterglow" läuft da in einer ähnlichen Schiene, wenn auch etwas anspruchsvoller.
Schön wäre es gewesen, wenn Genesis sich in Richtung "Blood On The Roofttop" weiterentwickelt hätten. Auch das Eingangsstück "Eleventh Earl Of Mar" ist noch höchst anspruchsvoller Prog-Rock.
Die drei Instrumentalstücke, besonders "...In That Quiet Earth" enthalten starke Prog-Rock-Momente, die auf früheren Alben in die Songs integriert waren.
Das Album hat starke Momente und keine Ausfälle. Aber richtungsweisend sind Genesis hier wirklich nicht mehr. Und dass nach diesem Album Steve Hackett die Segel strich, ist für mich kein Wunder.
Phil Collins zeigt sich auf dem Album als begnadeter Drummer. Als Sänger kann er auch intensive Glanzpunkte setzen, z.B. in "Afterglow". Insgesamt hat - und darauf habe ich in der Rezension von "A Trick Of A Tail" bereits hingewiesen - seine Stimme aber nicht die gebrochene Intensität eines Peter Gabriel. Nicht zuletzt deswegen ist für mich der Weg in Richtung Pop für Phil Collins absehbar gewesen.
Knappe 5 Sterne.
Am 27. Dezember 1976 erschien mit Wind & Wuthering das achte Studioalbum der Band englischen Progressive Rockband Genesis. Es sollte das letzte mit Steve Hackett werden und auch das letzte, das allgemein mit Progressive Rock tituliert wird.
Zudem war es mein erstes Album der Band. Viel verstand ich nicht von der Musik. Das meiste war mir zu kompliziert, zu wenig davon vermittelte sich mir. Trotzdem liebe ich dieses Album ohne Ende. Damals wie heute beflügeln die Arrangements, die Melodien und die ständigen Rhythmuswechsel meine Phantasie.
Dennoch muss ich heute rückblickend zugeben, dass mich der Gesang von Phil Collins hier gerade nicht sonderlich beeindruckt. Hört man sich einmal an, was Steve Hackett gut 40 Jahre später aus dem Erbe dieser Band und dem kongenialen Sänger Nad Sylvan gemacht hat, so ist das Ergebnis für mich allemal besser als das, was hier von Phil Collins zu vernehmen ist. Collins gibt den Songs einfach zu wenig Leben. Am besten gelingt ihm das noch in den beiden Balladen YOUR OWN SPECIAL WAY und AFTERGLOW.
Wind & Wuthering ist dabei musikalisch sehr breit aufgestellt. Einige Stücke wie ELEVENTH EARL OF MAR oder ALL IN A MOUSE'S NIGHT gehen zu 100% im Oeuvre der Band auf. Andere führen die Band in seichtere Gefilde, wie es das bereits erwähnte YOUR OWN SPECIAL WAY macht.
Und ein Stück wie BLOOD ON THE ROOFTOPS deutet musikalisch bereits auf das kommende Album (...and Then There Were Three) hin.So hätte durchaus auch für die Zukunft der Band mit Hackett klingen können. Doch Hackett hatte keine Lust, den immer größer werdenden Einfluss der anderen Drei hinzunehmen. So setzte sich ihr Gitarrist ab und arbeitete künftig (fast) nur noch auf eigene Kosten.
Wind &Wuthering wird stets mit dem Roman von Emily Brontë in Verbindung gebracht. Das liegt einerseits daran, dass das die beiden ineinander verwobenen Instrumentalstücke UNQUIET SLUMBERS FOR THE SLEEPERS
und
IN THAT QUIET EARTH mit den letzten Worten des Romans betitelt sind. Andererseits nimmt das von Hipgnosis gestaltete Cover Bezug auf Stanbury, jener Anhöhe bei Haworth in West-Yorkshire, die allgemein als Vorbild für das Dorf Gimmerton genannt wird. Der höchste Hügel dort genannt Top Withens wird ebenfalls von einem Baum geprägt, der dem des Covers sehr ähnlich sieht.
Darüber hinaus kann ich jedoch keinen Bezug auf Emilys Roman festmachen.
Wie gesagt: dieses Album wird immer seinem festen Platz in meinem musikalischen Herzen einnehmen. Durch Phils Gesang aber, kann ich ihm auch keine volle Punktzahl geben. Leider.